Ludwig Pfeiffer

Rohrfrosten

Eine Abwasserdruckleitung konnte aufgrund mehrerer defekter Schieber nicht mehr außer Betrieb genommen werden. Um nicht das gesamte Abwasserdruckleitungsnetz entleeren zu müssen, hat man sich für das stellenweise Einfrieren der Rohrleitung entschieden. Durch fünfstündige Kühlung mit Frostmanschetten und Flüssiggas konnte der gesamte Rohrleitungsquerschnitt auf – 30 bis -50 °C gekühlt und eingefrohren werden. Die durch den permanent ausströhmenden Stickstoff verursachte Gefährdung wurde während der gesamten Arbeitszeit mit Gaswarngeräten überwacht, damit immer genug Sauerstoff an den Arbeitsplätzen vorhanden ist. Nach der Montage der neuen Rohrleitung und aller Anbauteile konnte der Abtauprozess begonnen werden, sodass die Rohrleitung knapp 24 Stunden nach dem Einfrieren wieder in Betrieb genommen werden konnte.