Ludwig Pfeiffer

Interview mit Bojana Pavlovic

Hallo Bojana. Danke, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Was machst Du bei Ludwig Pfeiffer?

Ich arbeite als Ingenieurin im Qualitätsmanagement und der Qualitätssicherstellung. In den letzten vier Jahren war ich in diesem Bereich verantwortlich für zwei unserer Projekte: in Kirgisistan (2014-2016) und in Georgien (2016-2018). Dort konnte ich nicht nur meine beruflichen Erfahrungen erweitern, sondern habe jede Menge an Lebenserfahrung hinzugewinnen können. Ich habe in einem sehr internationalen Umfeld (Kirgisen, Usbeken, Russen, Armenien, Georgier, Aserbaidschaner, Türken, Deutsche, Serben, … ) gearbeitet. Dort musste man viel mit Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen und verschiedene Gewohnheiten haben, kommunizieren und sich mit Problemen auseinandersetzen.

Kannst Du mir ein wenig über Deinen beruflichen Werdegang erzählen?

Vor einem Monat habe ich mein sechsjähriges Firmenjubiläum gefeiert. Angefangen habe ich am 11. Januar 2013 (an diesen Tag kann ich mich noch genau erinnern) als Assistentin von Nebojsa Stojancic, meinem ersten Mentor bei Ludwig Pfeiffer. Da das Unternehmen in dieser Zeit stark expandiert hat und viele internationale Projekte abgewickelt wurden, hat mir das Management diese Chance gegeben. Zwischen 2013 und September 2014 habe ich fast ausschließlich vom Büro Belgrad an Designvorbereitungen gearbeitet. Und dann, im September 2014, ging mein großes Abenteuer los!

Ich habe mich entschieden, mein Glück auf der Baustelle zu suchen. Vielen Dank an Radoslav, der an meine Fähigkeiten glaubte und an all die anderen Kollegen, die mir die Möglichkeit gaben diese Erfahrungen zu sammeln, meine Kenntnisse anzuwenden und zu erweitern.

Während meiner Tätigkeiten vor Ort lernte ich viele großartige Menschen kennen und natürlich auch so manche, die schwierig waren. Wenn man im Ausland arbeitet, weit weg von der Familie, dann werden die Kollegen zur Familie; mit ihnen teilt man die sonnigen und auch die stürmischen Tage. Ehrlich gesagt war ich manchmal traurig und einsam. Aber in diesen Momenten habe ich mir immer wieder gesagt, dass ich nicht aufgeben werde, dass ich bereit sein will für diese Herausforderung.

Und die nächste Herausforderung stand schon vor der Tür: mein geliebtes Georgien! In diesem Projekt konnte ich anwenden, was ich in Kirgisistan gelernt hatte, konnte meine Fähigkeiten zeigen und wieder weiter ausbauen, sodass ich heute bereit bin für die nächste Herausforderung, auf die ich in meinem Leben – oder bei Ludwig Pfeiffer – treffen werde. Wo auch immer man mich hinschicken wird: ich bin bereit für ein neues Abenteuer!

Osh, Kirgisistan
Osh, Kirgisistan

Was unterscheidet Ludwig Pfeiffer von anderen Arbeitgebern?

Was ich besonders an Ludwig Pfeiffer als Arbeitgeber schätze, ist, dass es keine starren Regeln gibt, die Dich einengen, dir unendliche Vorschriften machen. Ich meine hiermit, dass du in deinem eigenständigen denken nicht eingeschränkt wirst, sondern es sehr geschätzt wird, wenn Du mit neuen Ideen kommst. Hier kannst du deine Lösungsvorschläge bedenkenlos vortragen, egal wie alt du bist, welche Erfahrung du hast und in welcher Position du arbeitest.

Persönlich ist es für mich wichtig, dass dieses Unternehmen nicht nur für den eigenen Profit arbeitet. Durch den Bau von Wasser- und Abwassernetzen, Kläranlagen und Wasseraufbereitungsanlagen verbessern wir die lokale Lebensqualität in vielen Ländern, in denen es nicht selbstverständlich ist, für sauberes Trinkwasser den Wasserhahn aufzudrehen.

Yerevan, Armenien
Yerevan, Armenien
Tiflis, Georgien
Tiflis, Georgien

Zum Abschluss unseres Gesprächs würde ich Dir gerne noch eine persönliche Frage stellen: Was machst Du in Deiner Freizeit, um vom Arbeitsleben abzuschalten?

Um auf Dauer sorgfältig zu arbeiten und um motiviert zu bleiben, habe ich festgestellt, dass es für mich wichtig ist, mich manchmal komplett von den digitalen Medien, Laptop und E-Mails zu lösen, damit mein Gehirn sich ausruhen kann. Abhängig vom jeweiligen Typ, sollte jeder von Zeit zu Zeit versuchen Praktiken anzuwenden, die einen zur Ruhe kommen lassen. Für mich sind das:

  • Ich treffe mich mit Freunden, die keine Bauingenieure sind. Sich über völlig andere Themen zu unterhalten, keine beruflichen Themen oder Fristen zu diskutieren, hilft mir abzuschalten. In diesen Gesprächen lernst du andere Meinungen kennen, erfährst über neue Reiseziele, lokale Traditionen, Rezepte leckerer Gerichte oder die neusten Modetrends. Tolle Themen, um abzuschalten!
  • Ich mache immer Sport. Je nach Jahreszeit variiere ich die Sportarten: im Frühling und Herbst liebe ich es, zu joggen und Fahrrad zu fahren. Im Sommer halte ich mich mit Schwimmen und Aqua-Fitness fit, während ich im Winter Yoga und Wellness bevorzuge. Ich kann jeder Frau nur wärmstens empfehlen, Freiluftyoga auszuprobieren. In Kirgisistan habe ich das oft gemacht.
  • Besuche Freunde, die nicht in deiner Stadt leben. Da meine Familien in Westserbien lebt und ich in Belgrad, nehme ich mir einmal im Monat Zeit, sie zu besuchen. Es ist immer wieder schön auf eine Tasse Kaffee bei meinen Eltern vorbeizuschauen. Sicherlich habt ihr alle Verwandte, die irgendwo abseits von Hektik und Trubel der Städte leben und die sich auf euren besuch freuen!
  • Nimm Dir ein langes Wochenende Zeit und lerne eine neue Stadt oder ein neues Land kennen. Reisen erweitert den Horizont.