Ludwig Pfeiffer

Slipline

Mit Slipline werden lange Strecken kostengünstig saniert. Als Inliner kommen bei diesem Verfahren handelsübliche PE-Rohre zum Einsatz, die zu einem Rohrstrang verschweißt werden.


Nach sorgfältiger Reinigung und Kamerainspektion der Altleitung werden alle einragenden Hindernisse entfernt. Der Durchmesser des Inliners muss beim Slipline-Verfahren geringer sein, als der der Altleitung. Nachdem die Rohre per Stumpfschweißung zu einem Rohrstrang verbunden wurden, wird dieser an einem Zugkopf befestigt. Der Einzug des Inliners in die Altrohrleitung erfolgt mit einer Winde. Zur Minderung der Reibung kann ein Gleitmittel verwendet werden. Während des gesamten Einzugvorgangs wird die eingebrachte Zugkraft überwacht und protokolliert. So ist eine Überlastung des PE-Materials ausgeschlossen. Nachdem der Inliner seine Endlage erreicht hat, kann der Ringraum zwischen Neu- und Altleitung mit Dämmer verpresst werden. Das Ergebnis ist eine Leitung in Neurohrqualität. Die Statik des Inliners erfordert keinerlei Tragfähigkeit der Altrohrleitung.

Die Vorteile

  • schneller Einbau durch große Stranglängen
  • Einsatz auch bei statisch nicht mehr tragfähigen Rohrleitungen
  • hervorragende Hydraulik durch glatte Innenflächen